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satis&fy meldet 19 Prozent Umsatzsteigerung im ersten Geschäftshalbjahr

Nach einem Gesamtumsatz von 45,1 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2012/2013 befindet sich die satis&fy AG (satis&fy) aus Karben bereits Mitte des laufenden Geschäftsjahres im Zielkorridor des angepeilten Jahresumsatzes in Höhe von 50 Millionen Euro. In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2013/2014 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 24,3 Millionen Euro. Das entspricht einem Wachstum von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr mit 20,4 Millionen Euro. Auch das Konzernergebnis vor Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich auf 3,1 Millionen Euro nach 1,54 Millionen Euro im Vorjahreshalbjahr.

satis&fy Vorstand Nico Ubenauf wies im Rahmen der Halbjahrespressekonferenz am Firmenstandort Karben vor allem auf die positive Geschäftsentwicklung im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hin. Erstmalig nach sieben Jahren sei man in diesem ebenfalls profitabel. Dabei erreichte das Unternehmen in den Monaten Januar bis März 2014 einen Umsatz von 13,2 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 8,9 Millionen).

Maßgeblich für den positiven Geschäftsverlauf waren gut gefüllte Auftragsbücher, sowohl bei den Corporate Events als auch im Bereich Live Entertainment. „Wir sind ambitioniert ins neue Geschäftsjahr gestartet, aber dass sich der Jahresauftakt so gut entwickelt, hätten wir nicht gedacht“, äußerte sich Ubenauf zufrieden. Neben der guten Auftragslage setzten die im Rahmen der 2013 veröffentlichten „Vision 2020“ vorangetriebenen strukturellen Maßnahmen erste positive Akzente. Substantielle Veränderungen habe die Festanstellung vieler freier Mitarbeiter bewirkt. Der Aufbau eines Corporate Development Teams als Managementlösung schreite nach dem Rückzug von Gründer und Vorstand Kai Weiberg aus dem aktuellen Tagesgeschäft ebenso schrittweise voran. „Wir haben uns im Team besser aufgestellt, können Projekte zielgerichteter angehen und dadurch Entscheidungen im Unternehmen beschleunigen“, so der 45jährige Vorstand.

Im Rahmen der Vision 2020 identifizierte das Unternehmen auch Wachstumsfelder, in denen langfristig die größten Potentiale gesehen werden. So wolle man sich zukünftig noch kundenorientierter aufstellen. Dazu zählt unter anderem der Ausbau des neuen Dienstleistungssegments „Preferred Partnership Services“, das die Großkundenbetreuung im Blick hat. „Wir wollen konsequent nach Kunden und Projekten Ausschau halten, die dem Unternehmen Stabilität und eine nachhaltige Geschäftsentwicklung sichern“, sagte Ubenauf. Als positive Beispiele führte er die Zusammenarbeit mit dem Sportartikelhersteller Nike und der Deutschen Bank an. „Seit 2010 arbeiten wir als bevorzugter Dienstleister für Messedienstleistungen, Bühnenbau, Werbegestaltung und Eventdekoration für die Deutsche Bank. In den letzten Jahren haben wir immer mehr Aufgaben übernommen, unter anderem die Verwaltung des kompletten Event-Inventars“, so der Unternehmensvorstand.

Der Standortausbau in den USA habe sich ebenfalls zu einer Erfolgsstory für satis&fy entwickelt. „2012 haben wir eine Niederlassung in Portland aufgebaut, um in der Nähe des Nike Headquarters zu sein“, legte Ubenauf dar. Die Umsatzziele seien damals bereits nach sechs Monaten deutlich übertroffen worden, der Mitarbeiterstamm schnell von drei auf 15 Mitarbeiter angewachsen. Seit Anfang des Jahres unterhält satis&fy auch ein Büro in Brasilien, insbesondere um das laufende Geschäft während der Fußballweltmeisterschaft abzuwickeln. „Brasilien ist im Aufwärtstrend, da wollen wir natürlich nicht fehlen“, begründete der Vorstandschef das Engagement in dem südamerikanischen Land. Zudem sei es aufgrund der dortigen legislativen Anforderungen mit einem Standort vor Ort leichter, Geschäfte abzuwickeln. In 2016 steht mit Olympia ein weiteres Großereignis ins Haus von dem sich der Eventdienstleister eine gute Auftragslage erhofft.  Auch hierzulande wird der Standortausbau vorangetrieben. Im Mai eröffnete satis&fy ein Produktionsbüro im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg mit dem Ziel, die Geschäftsaktivitäten in der Hansestadt auszubauen und Neukunden zu akquirieren.

Anfang des Jahres schloss Ubenauf in einer Rede vor Mitarbeitern nicht aus, dass es „möglicherweise zukünftig zu strategischen Akquisitionen kommen kann, um uns nachhaltig als einer der führenden Player in der Branche zu positionieren, aber nicht um jeden Preis“. Mitte des Jahres steht nun fest: satis&fy und die Lightcompany aus Neuss tun sich zusammen. Vor zwei Monaten unterzeichnete satis&fy einen Letter of Intent mit dem Neusser Unternehmen für Veranstaltungstechnik, das 2013 mit 35 Mitarbeitern einen Umsatz von fünf Millionen Euro erzielte. Ende Mai soll die rechtliche, finanzielle und wirtschaftliche Umsetzung endgültig geklärt sein. Durch den Zusammenschluss gewinnt satis&fy insbesondere in den Bereichen Licht, Kinetik, Ton, Bühnenbau und Planung an wertvollem Know-how. Eine stärkere regionale Präsenz und größere Materialressourcen sind weitere Argumente für das Unternehmen, den Integrationsprozess voranzutreiben.

Als Unternehmen hat satis&fy die Chance, zu gestalten und zu bewegen. „Wir müssen der Verpflichtung gegenüber unseren Mitarbeitern, unserem Kapital und dem Gemeinwohl nachkommen, um satis&fy für die kommenden Generationen zukunftsfähig zu machen“, zeigte sich der satis&fy-Vorstand engagiert. Der schlichte Wunsch nach Größe könne nicht der Weg zum Ziel sein. „Uns treibt nicht die Gier nach Profit. Wir wollen unsere Dienstleistung nicht allein an unseren finanziellen Erfolgen messen lassen, sondern auch daran, wie fair, loyal, nachhaltig und integer wir handeln“, so Nico Ubenauf. Nun veröffentlichte satis&fy als Pionierunternehmen der Eventbranche auf freiwilliger Basis seine erste Gemeinwohlbilanz, die nicht den finanziellen, sondern den ethisch-sozialen Wert einer Firma beurteilt und das Unternehmen anhand von 17 Indikatoren wie ökologische Nachhaltigkeit, demokratische Mitbestimmung und gesellschaftliche Transparenz bewertet.

Info: www.satis-fy.com

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