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Weltweit größte mobile Wassershow in der Autostadt

Das Thema „Wasser“ spielte in diesem Sommer in der Autostadt in Wolfsburg wieder eine Hauptrolle. Höhepunkt der Inszenierung waren die weltweit größten Wassershows ihrer Art, die die Autostadt selbst produziert und choreographiert hat.

Die vier, wöchentlich wechselnden Shows thematisierten „Made in Germany“ aus unterschiedlichen Blickwinkeln und bezogen nahezu alle Wasserflächen des Parks ein. Mit „Made in Germany“ setzte die Autostadt die erfolgreiche Tradition der Wassershows fort. Seit der ersten Show „Magic Waters“ im Jahr 2007 begeistern die Inszenierungen das Publikum jeden Sommer. Rund 350 Wassersysteme mit über 70 Meter hohen Fontänen, mehr als 130 Flammensysteme, die bis zu 15 Meter hohe Flammen erzeugen konnten, sieben LED-Bildschirme, neun Laser sowie neue Licht- und Soundkonzepte kamen für die Shows in diesem Jahr zum Einsatz. Als roter Faden führten eigens produzierte Videos durch die vier Wassershows mit ihren unterschiedlichen Themen „Heimatland“, „Technikland“, „Kulturland“ und „Wunderland“. Untermalt von Musik wurden die Inszenierungen so zu einem Fest für die Sinne und zum Erlebnis für mehrere hunderttausend Besucher. Insgesamt konnte der automobile Themenpark 498.000 Gäste in der Sommersaison vom 28. Juni bis zum 1. September begrüßen.

Technisch umgesetzt wurde das Projekt von einem Team, dessen Zusammenarbeit sich bereits in den letzten Jahren bewährt hat. Dazu zählen die Unternehmen Aquatique Show für die Wassertechnik, lunatx SFX für Spezialeffekte, Leyendecker für die Beleuchtung, tarm für die Showlaser, Entertainment Technology Concepts für die Videotechnik und LiveAudio event technic für die Beschallung.

Besondere Herausforderung bildete die Komposition aus Flammen, Wasser, Lasereffekten, Licht und Video mit absoluter Synchronität zur Musik in Verbindung mit der langen Laufzeit der Open-Air-Shows und der Feuchtigkeit, der das Equipment ausgesetzt war. Dazu Markus Leyendecker: „Alle Geräte mussten mindestens acht Wochen im Freien stehen und jeden Tag einwandfrei funktionieren. Etliche Lampen standen sogar im Wasser und haben dafür einen dauerhaften Wasserschutz bekommen, der auch den Flammen wiederstehen konnte.“

Für die Beleuchtung spezifizierte Lichtdesigner Andreas Mertens die enggebündelten Movinglights „Sharpy“ in Verbindung mit den „Alpha Profile 1500“ von Clay Paky – ergänzt durch die Searchlights Falcon 7 KW von alpha one als Beam-Scheinwerfer. lunatx setzte für „Made in Germany“ das X-Flame System ein, dass schon mehrfach seine Eignung für Wassershows bewiesen hat und auch unter erschwerten Bedingungen sicher zündet.

Ergänzt wurden die Medien Licht, Laser, Wasser und Feuer durch die eingesetzte Videotechnik. Sie bot einerseits die Plattform für die thematischen Einspieler, andererseits auch für Showeindrücke für die weiterwegsitzenden Zuschauer in den Restaurants der Autostadt. Das Konzept für die Videotechnik sah freistehende filigrane LED-Stelen beziehungsweise -Objekte vor. Alexander Klaus von Entertainment Technology Concepts: „Wir haben uns daher für eine Sichtbeton-Variante als Unterbau für die LED-Wände entschieden. Lediglich die Wand am Seat Pavillon wurde auf ein Layher Gerüst gebaut, da der Unterbau an dieser Stelle im See stehen würde und es dort auch keine ebene Fläche gibt. Die Fundamente der sieben LED-Wände mit unterschiedlichen Formaten haben wir im Vorfeld berechnet und in entsprechender Größe anfertigen lassen. Insgesamt wurden über 50 Tonnen Beton gegossen und vergraben.“

Auf diesen Fundamenten bekamen speziell angefertigte Stahlaufnahmen für Schwerlasttraversen ihren Platz. Die sechs geraden LED-Wände bestehen aus einem neuartigen Material auf Carbonbasis. Das Gewicht bleibt deshalb bei unter 12 kg/qm bei einer hohen Auflösung von zehn Millimetern. Beim 270° Screen handelt es sich um eine Eigenanfertigung von Entertainment Technology Concepts. Sie besteht aus gebogenen Elementen aus Aluminium und ist mit Barco Olite Modulen ausgestattet. Die Zuspielung der Wände erfolgte über drei Racks mit je zwei Medienservern Green Hippo. Die Steuerung der Medienserver übernahm eine Grand MA light.

Auch die anderen Gewerke setzten für die Steuerung fast ausschließlich auf Produkte von MA. Lediglich bei der Beschallung kam anderes Equipment zum Einsatz. Georg Hentschel von LiveAudio event technic: „Die Zuspielung von Musik und Timecode erfolgte aus ProTools über Madi in eine DiGiCo SD8-24 Konsole. Von hier aus erfolgte die Verteilung des Timecodes an alle anderen Gewerke. Das digitale Tonsignal ging über LWL an zwei Amping-Positionen mit 16 Pro 8200 sowie sieben Pro 9200 von Crest sowie über AES/EBU mit entsprechendem RME-Equipment an die sieben Controller: zwei XTA DP448 4/8 sowie fünf XTA DP426 2/6. Für die Fernsteuerung der Controller haben wir ein RS485-Netzwerk genutzt.“ Den Ton lieferten 44 Zwei-Wege-Aktivsysteme in wetterfesten Spezialausführungen, bestehend aus RCF Acustica P4228 Topteil 2*8“/1,4“ und RCF Acustica S8015 Bass 15”, auf custom made Unterkonstruktionen aus Edelstahl.

„Unser Konzept ist zu 100 Prozent aufgegangen“, zeigt sich Otto F. Wachs, Geschäftsführer der Autostadt, sehr zufrieden. „Dank unserer erweiterten Angebote haben wir deutlich mehr Besucher im Tagesverlauf im Park begrüßen können als in den Vorjahren. Das Feedback der Gäste war durchweg positiv“.

Info: www.autostadt.de

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