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Informationsvermittlung und Lernen wichtigste Ziele interaktiver Veranstaltungen

Die Gründe für Unternehmen, ihre Veranstaltung interaktiver und moderner zu gestalten, sind ganz unterschiedlich. Einige suchen nach etwas Auflockerung, andere möchten kollektiv Ergebnisse erarbeiten, manchen ist es wichtig, mehr über Mitarbeiter oder Kunden herauszufinden. Das Unternehmen SwarmWorks hat 153 Events aus 2014 unter die Lupe genommen, um zu erfahren, was die tatsächlich häufigsten Ziele sind, die von Unternehmen und Agenturen mit interaktiven Events verfolgt werden. Klarer Platz 1 ist die Vermittlung von Informationen und das Lernen (65,6%). Die Menge an Informationen, die in Events in Form von Vorträgen an die Teilnehmer herangetragen wird, sprengt in der Regel das Aufnahmevermögen. Interaktionen lockern Vorträge auf und regen die Teilnehmer dazu an, sich noch einmal intensiv mit dem Gehörten zu beschäftigen. Informationen werden so viel besser im Gehirn verankert – die Teilnehmer lernen und behalten also mehr.

Bei 45,28% der Events sind interaktive Q&A-Sessions ein wichtiges Element, um mit den Teilnehmern in Dialog zu treten. Sie bieten die Möglichkeit, innerhalb kürzester Zeit herauszufinden, was den Menschen im Raum unter den Fingernägeln brennt und welche Fragen für besonders viele relevant sind. Gleichzeitig stillen Q&A-Sessions das Bedürfnis der Empfänger, sich zu äußern und spontanen Gedanken Luft zu machen. Auch für den „Sender“ (Referent oder Moderator) sind Q&A-Sessions sehr wertvoll, um zu erfahren, was angekommen ist und wo gegebenenfalls noch einmal nachgeschärft werden muss. Ganz nebenbei beschäftigen sich die Teilnehmer noch einmal intensiv mit dem Gehörten, was natürlich positiv auf das Behalten von Informationen einzahlt.

Sehr viele Unternehmen und insbesondere auch Agenturen setzen interaktive Elemente für Entertainment (41,51%) ein. Ob als Icebreaker bei der Eröffnung eines Events oder als Energizer zwischen längeren Informationsblöcken – Entertainment-Elemente wie interaktive Spiele machen Spaß, rütteln die Teilnehmer wach und steigern die Arbeits- und Aufnahmefähigkeit. Gerade bei HR-getriebenen Events oder Veranstaltungen, die sich mit dem Thema Change Management beschäftigen, ist die Nutzung der Kollektiven Intelligenz (39,62%) der Teilnehmer ein wichtiges Ziel.

Veranstaltungen sind ein kostenaufwändiges Instrument. Allein die Opportunitätskosten, die entstehen, wenn Teilnehmer aus dem beruflichen Tagesgeschäft gezogen werden, sind enorm. Warum dann nicht das volle Potenzial ausschöpfen, alle in einem Raum zu haben und sie mit Ideen und Erfahrungen aktiv einbinden? Es gibt immer Themen, für die die Teilnehmer im Raum absolute Experten sind. Eine Veranstaltung kann davon profitieren.

Häufig wird Interaktion in Veranstaltungen auch eingesetzt, um Vorträge oder das Programm aufzulockern (33,96%) und den Event abwechslungsreicher und somit interessanter zu gestalten. Solche Wechsel sind wichtig, um die Aufmerksamkeit hoch zu halten, und sie machen einen Event erinnerungswürdig.

Interaktion mit dem Publikum, um Feedback zu erhalten oder tiefere Insights zu gewinnen, ist 28,3% der Kunden wichtig. Fragen aktivieren Teilnehmer und geben ihnen das wertschätzende Gefühl, dass ihre Meinung wichtig ist. Die Antworten können als Grundlage für Entscheidungen oder den weiteren Verlauf eines Vortrags oder einer Diskussionsrunde dienen.

Auch Serious Gaming (15,09%) ist eine Methode, die immer häufiger nachgefragt wird, um Informationen und Botschaften noch einmal auf eine besondere und emotionale Weise zu transportieren. Aus den Neurowissenschaften ist bekannt, dass Lernen am besten funktioniert, wenn es gelingt, gleichzeitig die kognitiven und emotionalen Netzwerke in den Gehirnen der Teilnehmer zu aktivieren. Denn nur dann entstehen Verschaltungsmuster, die auf Dauer verankert werden. Auf diesem Prinzip basiert Serious Gaming.

Bei 11,32% der Veranstaltungen ist Teambuilding ein wichtiges Ziel. Gemeinsame Spiele oder auch Aktivitäten wie eine interaktive Schnitzeljagd fördern die Zusammenarbeit im Team und erzeugen ein Wir-Gefühl, an das sich die Teilnehmer lange erinnern.

Stark zunehmend ist die Nachfrage nach Veranstaltungskonzepten, die Teilnehmer besser miteinander vernetzen und die richtigen Teilnehmer zusammenbringen. Das so genannte Matching wird 2014 schon bei 7,55% der Events eingesetzt, und es werden stetig mehr. Über spezielle Algorithmen können die Gemeinsamkeiten der Teilnehmer abgeglichen werden, und sie erhalten Empfehlungen, mit wem ein Austausch besonders interessant sein könnte. Auch eine optimale Zusammensetzung von Arbeitsgruppen oder Sitzordnungen kann hierüber auf moderne und effiziente Weise abgebildet werden.

Info: www.swarmworks.com

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