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Neue Design-Ausstellung im Verkehrshaus Luzern eröffnet

Zusammen mit dem bekannten Autosammler Corrado Lopresto hat das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern eine neue Ausstellung über italienisches Design eröffnet. Zehn Fahrzeuge aus der Lopresto-Sammlung inmitten von Design-Originalen von der Stereo-Anlage über Sofas bis zu Lampen aus den 60er- und 70er Jahre werden dafür in der Halle „Straßenverkehr“ ausgestellt. Die präsentierten Automobile italienischer Herkunft sind Unikate. Mehrheitlich werden sie erstmals in der Schweiz gezeigt.

Der italienische Autosammler Corrado Lopresto besitzt eine weltweit beachtete Sammlung. Seine Spezialität ist die Sammlung von Prototypen. Für die Restauration seiner Fahrzeuge arbeitet er mit einem Spezialisten-Team aus den Bereichen Karosserie, Autoelektrik und -mechanik sowie Galvanik zusammen. Mit 18 Jahren kaufte er sein erstes Auto, einen Fiat Balilla. Sein erstes Auto restaurierte er ein Jahr später in der Garage der Familie. Heute nimmt er regelmäßig an internationalen Wettbewerben für Automobile (Concours d’Elégance) teil und hat zahlreiche Auszeichnungen gewonnen.

Als Antwort auf die in den 1970er-Jahren aufkommende Forderung nach kleinen und umweltfreundlichen Stadtautos entstand der Zagato Zele 1000: ein Zweiplätzer mit Kunststoffkarosserie, Elektromotor und Fahrgestell auf Fiat-Basis. Das Konzept war für die damalige Zeit zu fortschrittlich und geriet schnell in Vergessenheit. Im gleichen Zeitraum kamen die Strandbuggys in Mode. Die leichten Fahrzeuge mit einer Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff waren für ein jugendliches Publikum gedacht. Das Exemplar in der Ausstellung, ein Autobianchi A 112 Giovani, blieb trotz des Erfolgs eine Einzelanfertigung. Vom Fiat 850 Visitors Bus wurden nur sehr wenige Exemplare gebaut. Die Fiat-Werke setzten den in lebhaften Farben lackierten Bus, der erstmals in der Schweiz gezeigt wird, für den Transport ihrer Besucher auf dem Firmenareal ein.

Der Lancia Sibilo ist ein Showcar der Extraklasse. Der Prototyp besteht aus einem einzigen unterbrechungsfreien Körper, bei dem nicht einmal das Profil der mit der Karosserie verschmolzenen Scheiben erkennbar ist. Der Alfa Romeo Alfasud Sprint ist ein Exemplar aus einer Vorserienproduktion. Italdesign − ein Designstudio für verschiedene Automobilmarken – gestaltete den Wagen für den Pariser Autosalon im Jahr 1976 um. Eine neue Lackierung und eine überarbeitete Innenausstattung standen im Zentrum der Änderungen.

Zu den weiteren Unikaten in der Ausstellung gehören der De Tomaso Pantera 7X, der dem Präsidenten des Automobilherstellers Ford gehörte, und der Lancia Flavia 2000 Super Sport, dessen Projekt wegen der Übernahme von Lancia durch Fiat im Jahr 1969 beendet wurde.

Das Verkehrshaus der Schweiz in Luzern kann auch für Events genutzt werden.

Info: www.verkehrshaus.ch

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